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Stellenabbau bei Sparkassen geht weiter 

Die Sparkassen werden auch in den kommenden Jahren Stellen abbauen. Allerdings wird der Abbau nicht das Ausmaß der letzten Jahre erreichen. Dies ergab eine Umfrage des Handelsblattes unter Großsparkassen, Sparkassenpolitikern und Gewerkschaftsexperten.

Der Umfrage zufolge stehen jährlich zwischen einem und zwei Prozent der Jobs zur Disposition. Seit dem Jahr 2000 haben die Sparkassen rund 23.000 Stellen gestrichen, davon wurden allein in den Jahren 2003/2004 12.500 Stellen abgebaut. Im Vergleich zu den privaten Banken haben die Sparkassen zwar weniger Personal entlassen, allerdings kamen die Genossenschaftsbanken mit noch weniger Stellenabbau aus.

Hauptgrund für den Jobabbau ist der wachsende Druck auf die Bereiche Zahlungsverkehr und Wertpapierabwicklung. Da diese zunehmend automatisiert und vom Kunden selbst erledigt werden, entdecken die Manager hier die größten Einsparpotenziale.

Darüber hinaus sank auch die Zahl der Sparkassen in den vergangenen fünf Jahren um 17 Prozent auf 463 Institute. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) macht den Angestellten der Mitgliedsinstitute auch keine Hoffnung auf Besserung: "Es wird 2006 kein Beschäftigungswachstum geben. Und wo Anpassungen nötig sind, wird dies passieren", sagt Heinrich Haasis, der Präsident des DSGV gegenüber dem Handelsblatt.

Die einzelnen Institute geben unterschiedliche Prognosen über die zukünftige Personalentwicklung ab. Die Frankfurter Sparkasse, die in den vergangenen Jahren rund ein Drittel ihrer Stellen abgebaut hat, rechnet, ebenso wie die Sparkasse Köln-Bonn, mit einer "stabilen" Entwicklung. Die Nassauische Sparkasse will "im Rahmen der natürlichen Fluktuation" 30 bis 40 Stellen abbauen.

Andere Institute wie die Bremer Sparkasse gliedern Dienstleistungen zunehmend aus. Dadurch entspannt sich im Institut selbst die Personalsituation, ohne dass dadurch die Stellen automatisch wegfallen. Die Bremer kooperieren im sogenannten Back-Office-Bereich mit der Hamburger Sparkasse. Gemeinsam betreiben beide Häuser die Norddeutsche Retail-Service AG, die insgesamt 900 Mitarbeiter beschäftigt.

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