Der Schauspieler Andreas Hoppe, Fernsehzuschauern bekannt als Kommissar Mario Kopper im Tatort, fühlt sich als Anleger getäuscht. Er investierte 1999 in den Filmfonds Cinerenta III. Sein Anlageberater erklärte ihm damals, selbst wenn die Filme keinen Erfolg hätten, sei die Geldanlage sicher, da die Produktionskosten durch Ausfallversicherungen abgesichert seien.
Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, stellte sich allerdings bald heraus, dass die Versicherung eine Briefkastenfirma in Panama war. Auch die Filme erwiesen sich als Flop und die Anleger erhielten nur ein Viertel ihrer Einlage in den Filmfonds zurück.
Die Cinerenta Fonds I bis V erwirtschafteten nach eigenen Angaben zwischen 1997 und 2003 auf diese Weise mehr als 450 Millionen Euro .
Daraufhin klagte der Schauspieler Hoppe wegen Täuschung gegen den Treuhänder der Beteiligung, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Condor. Sie hätte ihn einerseits über Prospektfehler informieren müssen und ihn andererseits in Kenntnis setzen, dass die Vertriebsfirma Investor Treuhand 20 Prozent als Provision erhalte.
Nachdem Hoppes Schadensersatzklage in einer früheren Instanz abgewiesen wurde, gab ihm das Oberlandesgericht München nun Recht. (Az: III ZR 81/07)