Die Bundesregierung plant eine Teilentschädigung der Anleger der insolventen Investmentgesellschaft Phoenix. Dabei soll es sich nach Informationen des Nachrichtensenders n-tv um einen Betrag von 128 Millionen Euro handeln. Der Betrag soll als Darlehen in den nächsten drei Jahren an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) gehen.
Die EdW hatte nach der Phoenix-Pleite 2005 versprochen, alle Anleger zu entschädigen. Allerdings gedeckelt auf 20.000 Euro und mit einem Selbstbehalt von 10 Prozent. Die Forderungen der 30.000 Anleger sollen sich nach Angaben von n-tv auf insgesamt 670 Millionen Euro belaufen. Ob und wieviel Geld die Anleger noch aus der Insolvenzmasse der Gesellschaft erhalten, ist immer noch nicht geklärt. Phoenix Kapitaldienst hatte seinen Kunden über Jahre Verluste verschwiegen.