Die unabhängigen Vermögensverwalter sind in Deutschland auf dem
Vormarsch. Diese Feststellung traf der Vorstandsvorsitzender des Verbandes
unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e.V. (VuV), Lutz Gebser, anlässlich des 3. VuV-Fachkongresses. Für die kommenden Jahre sind laut Gebser erhebliche Wachstumschancen zu erwarten. Während der
Marktanteil der unabhängigen Vermögensverwalter in Deutschland erst
bei geschätzten zwei Prozent liegt, beträgt er in der Schweiz zehn Prozent und in den USA 35 Prozent.
Aus Sicht des VuV ist die hohe Beratungsqualität der Unabhängigen
von entscheidender Bedeutung. Nach Auskunft des VuV waren es die unabhängigen Vermögensverwalter, die
ihren Kunden während der Baisse ab 2000 überdurchschnittliche Erträge
brachten. "Ein Vergleich der internationalen Aktienfonds über die
vergangenen fünf Jahre zeigt, dass unter den 20 besten insgesamt
zwölf unabhängige Vermögensverwalter rangieren, davon allein neun
Manager aus Deutschland", sagt Kai-Arne Jordan, Beirat des VuV.
Die Summe der von unabhängigen Vermögensverwaltern verwalteten Gelder stieg im letzten Jahr um fast zehn auf über 30 Milliarden Euro. Von den rund 470 unabhängigen Vermögensverwaltern
mit BaFin-Lizenz in Deutschland ist jetzt fast ein Viertel im VuV
organisiert. Die Mitglieder des VuV müssen eine Zulassung der
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als
Finanzportfolioverwalter besitzen. Zudem haben sich die Mitglieder
-neben der Verbandssatzung - einem Ehrenkodex unterworfen, der ein
faires und offenes Verhältnis zu ihren Kunden sicherstellen soll.