Das Ergebnis der gestrigen Bundestagswahl hat für Ernüchterung an der Börse gesorgt. Da der erwartete Regierungswechsel von Rot-Grün zu Schwarz-Gelb nicht stattfand, startete die Börse am Morgen nach der Wahl mit Verlusten. War der Dax am Freitag noch mit 4987 Punkten ins Wochenende gegangen, gab er am Montag zum Handelsbeginn gleich um gut 100 Punkte nach, erholte sich später aber wieder. Mit einem dauerhaften Absturz der Börse wird aber nicht gerechnet. Giuseppe Amato, Marktstratege beim Broker Lang & Schwarz, sagte gegenüber SPIEGEL ONLINE, der Dax habe lediglich ein Rückschlagpotenzial bis auf 4800 Punkte.
Nach Ansicht vieler Analysten komme es nun darauf an, die Phase der Unsicherheit so kurz wie möglich zu halten. Die Koalitionsgespräche müssten zügig geführt und eine neue Regierung schnell gebildet werden. Bei langen, zähen Koalitionsverhandlungen könnten sich vor allem ausländische Investoren, die im Vorfeld auf grundlegende Reformen gesetzt hatten, zurückziehen.
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