Das gewerkschaftseigene Kreditinstitut Allgemeine Hypothekenbank Rheinboden (AHBR) wird offenbar vom dem US-Finanzinvestor Lone Star übernommen. Lone Star soll die Übernahme mit rund 400 Millionen Euro versüßt werden. Dies berichtet das Handelsblatt.
Die AHBR hatte sich in der Vergangenheit mit der Zinsentwicklung verspekuliert und war dadurch schwer angeschlagen. Die Eigentümer der Bank, die Gewerkschaften, wollten die AHBR ursprünglich im Paket mit der BHW veräußern. Durch das Engagement von Lone Star kann die BHW nun, wie geplant, an die Postbank gehen.
Hätte sich kein Käufer für die Hypothekenbank gefunden, hätte die Bank mit einer Bilanzsumme von knapp 80 Milliarden Euro abgewickelt werden müssen, berichtet das Handelsblatt. Eine offizielle Stellungnahme der Beteiligten steht noch aus. Bisher wollte sich weder die AHBR noch Lone Star zu dem Deal äußern.
Die Rettung der AHBR ist für den deutschen Pfandbriefmarkt äußerst wichtig. Mit einem Volumen von 44 Milliarden Euro ist die Bank einer der größten Emittenten von Pfandbriefen in Deutschland. Der Retter Lone Star ist hierzulande ebenfalls kein Unbekannter. Der Privat-Equity-Fonds hat sich auf den Kauf notleidender Immobiliendarlehen spezialisiert. In Deutschland erwarb Lone Star von der Hypo Real Estate im Jahre 2004 ein Kreditpaket im Wert von 3,6 Milliarden Euro. Auch die Dresdner Bank und die Aareal Bank veräußerten an Lone Star bereits Teile ihrer Bestände.
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