Verbraucherschützer sehen den Verkauf von Produkten der Dresdner Bank durch Allianz-Versicherungsvertreter mit Sorge. Wenn die Allianz-Agenturen wie geplant Girokonten oder Kreditkarten der zum Konzern gehörenden Bank verkaufen und Kredite vermitteln, sei der Kunde "fest im Griff eines Unternehmens", sagte Lilo Blunck, Geschäftsführerin des Bundes der Versicherten, dem Tagesspiegel.
Statt sich jeweils das beste Angebote herauszusuchen, werde der Verbraucher überrumpelt und vereinnahmt. Auch Manfred Westphal vom Bundesverband der Verbraucherzentralen ist
skeptisch: "Es geht nur noch um Verkauf und nicht mehr um Beratung". Allianz-Chef Michael Diekmann hatte am Montag bei Vorlage der Halbjahreszahlen mitgeteilt, dass er sich im nächsten Jahr 300 000 neue Bankkunden von der Vermittlung durch Versicherungsvertreter verspricht.
(te)
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