Rentner mit einem monatlichen Nettoeinkommen über 2.000 Euro interessieren sich stärker für Bankprodukte und verfügen darüber hinaus über einen weitaus größeren Informationsstand als die bundesdeutsche Gesamtbevölkerung. Nach einer Studie des E-Finance Lab nutzen die so genannten "Woopies" (Well-off older people) vor allem Sparverträge (43 Prozent) und Festgeldanlagen (30 Prozent), um ihr relativ hohes monatliches Nettoeinkommen gewinnbringend anzulegen.
In der Gesamtbevölkerung haben 40 Prozent einen Sparvertrag, lediglich 18 Prozent legen ihr verfügbares Einkommen in Form von Festgeld an. Die Differenz ist bei festverzinslichen Wertpapieren sogar noch größer: 15 Prozent der vermögenden Rentner haben hier investiert - gegenüber nur sechs Prozent der Gesamtbevölkerung.
An Krediten sind die "Woopies" deutlich weniger interessiert. 85 Prozent der befragten Rentner haben derzeit keinen Kredit in Anspruch genommen. Auch die Kreditkarte wird weniger als Zahlungsmittel eingesetzt. So gaben 27 Prozent der vermögenden Rentner an, die Kreditkarte nur für besondere Anlässe zu benutzen. In der Gesamtbevölkerung hingegen machen nur 19 Prozent die Kreditkartennutzung abhängig von der Bedeutsamkeit des jeweiligen Anlasses.
Insgesamt sind die vermögenden Rentner gegenüber der Gesamtbevölkerung deutlich stärker an der Produktpalette der Banken interessiert. So zeigen sich 36 Prozent der "Woopies" offen für sämtliche Bankprodukte. Demgegenüber interessieren sich lediglich 29 Prozent der Gesamtbevölkerung für das Angebot der Banken.
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