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Volksbanken überarbeiten Einlagensicherung 

Die Volks- und Raiffeisenbanken wollen das System ihrer Einlagensicherung neu strukturieren. Wie das "Handelsblatt" berichtet, gebe es einen Entwurf für eine Satzungsänderung, mit dem bislang nicht berücksichtigte Risiken in die Beitragsberechnung für die Einlagensicherung einbezogen und dem Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) mehr Einfluss bei in Schieflage geratenen Banken eingeräumt werden soll.

Neues Beitragssystem für die Einlagensicherung

Für den Bankkunden würde sich durch die geplante Reform nichts ändern. Viele Änderungen betreffen bankinterne Vorgänge. So soll es ein neues System für die Beiträge geben, die die einzelnen Banken im Rahmen der Einlagensicherung an den BVR abführen. Vor dem Hintergrund der vieldiskutierten Kreditklemme sollen Banken, die Kundengelder eher in Wertpapiere anlegen als sie für die Kreditvergabe zu nutzen, höhere Beiträge zahlen. Derzeit muss für solche Risikopositionen ein Promille des Wertes an den BVR abgeführt werden.

Darüber hinaus sollen Institute mit sehr guter Bonität einen höheren Rabatt auf die Beiträge zur Einlagensicherung bekommen. Bislang erhalten die besten Banken einen Nachlass von zehn Prozent auf ihre Beitragszahlungen. Mit der neuen Bonitätsklasse "A++" steigt der maximal erreichbare Rabatt auf 20 Prozent. Insgesamt gibt es dann sechs Klassen, die die Höhe der Beitragsklassen beeinflussen. Neben Rabatten sieht dieses System auch Beitragszuschläge von bis zu 40 Prozent vor.

Anerkennung durch BaFin soll gesichert werden

Neben der neuen Risikoverteilung soll die Reform der Einlagensicherung auch den Status als von der BaFin anerkanntes "institutsbezogenes Sicherungssystem" schützen. Hierbei haften die Banken eines Verbundes gegenseitig für ihre Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. So werden nicht nur die Einlagen garantiert, sondern auch die Pleite von Banken verhindert. Die Sparkassen verfügen ebenfalls über ein derart anerkanntes Sicherungssystem.

Um den Status der Annerkennung durch die BaFin auch weiterhin zu sichern, will sich der BVR schon früher als bisher Einfluss bei ins Straucheln geratenen Banken verschaffen. Laut "Handelsblatt" ist auf der Mitgliederversammlung des BVR mit Widerstand der einzelnen Banken gegen die frühere Einflussnahme des Verbandes zu rechnen. Für die Satzungsänderung ist eine Dreiviertelmehrheit der BVR-Mitglieder nötig.

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