In Kürze soll die 3. EU-Anti-Geldwäsche-Richtlinie auch in Deutschland in Kraft treten. Experten rechnen damit, dass sie noch im September im
Amtsblatt der EU veröffentlicht und anschließend den zuständigen
Bundesministerien überstellt wird. Kernelemente der neuen
Anti-Geldwäsche-Richtlinie sind die "15.000 Euro-Regelung" sowie die
stärkere Überwachung von so genannten "politisch exponierten
Personen" (PEPs) wie zum Beispiel Abgeordneten und Ministern.
Nach der "15.000 Euro-Regelung" haben Banken, Versicherer, aber auch Unternehmer wie Juweliere und Autohändler sicherzustellen, dass bei Bar-Transaktionen über 15.000,- Euro keine Geldwäsche vorliegt. Hierfür müssen in den Unternehmen entsprechende Kontrollmechanismen geschaffen werden. "Barzahlungen dieser Größenordnung sind in einigen Branchen wie zum Beispiel im Juweliergeschäft nicht unüblich. Die neue Anti-Geldwäsche-Richtlinie bedeutet daher eine Herausforderung auch für mittelständische Unternehmen", so Dirk Mohrmann, Geschäftsführer von WorldCompilance.
Nach Ansicht von WorldCompilance sind Finanzdienstleister und Unternehmen nur unzureichend auf die neue Richtlinie vorbereitet. Das Ausmaß der Richtlinie scheint vielen noch nicht klar. "Wir nehmen an,
dass - sobald der Umfang der Konsequenzen erkannt ist - ein Großteil
der Unternehmen eher aktionistisch die Kontrollabteilung personell
aufstocken wird, obwohl es effizientere technische Lösungen gibt, um
der Richtlinie zu entsprechen. Sicher ist, dass Anti-Geldwäsche- und
so genannte Compliance-Spezialisten künftig gefragt sein werden. Die
Gehälter werden steigen", so Geschäftsführer Mohrmann weiter.
Die Firma WorldCompliance bietet eine bereits international genutzte und erprobte Datenbank gegen Geldwäsche, Korruption und Terrorismusfinanzierung. Die
Datenbank enthält detaillierte Informationen über mehr als 600.000
international der Korruption, der Geldwäsche oder des Terrorismus
verdächtigter Personen inklusive Details über deren soziale und
geschäftliche Netzwerke. Auch Anschrift, Geburtsdatum sowie Passfoto
sind jeweils einsehbar. Die Datenbank bietet zudem die Verknüpfung
mit mehr als 850.000 externen Quellenverweisen. Sie wird bereits von
Banken, Versicherungen, Investmenthäusern, Anwaltskanzleien und
Regierungen in etwa 100 Staaten genutzt.