Die Zahl der Aktionäre und Fondsbesitzer in Deutschland hat sich im ersten Halbjahr 2006 stark verringert. So besaßen am 30. Juni noch 9,9 Millionen Anleger Aktien und Fondsanteile, 900.000 weniger als noch Ende letzten Jahres. Dies geht aus einer Umfrage von TNS Infratest für das Deutsche Aktieninstitut (DAI) hervor. Als Ursache werden unter anderem die Steuerpläne der Regierung angegeben, berichtet die Financial Times Deutschland.
Auch Gewinnmitnahmen der Anleger trugen nach Angaben des DAI zum Rückgang bei. Zudem habe die Halbierung des Sparerfreibetrages zum 1. Januar 2007 und die Diskussion über die Einführung einer Abgeltungssteuer die Anleger verunsichert, sagte Rüdiger von Rosen, Leiter des Aktieninstituts. Die Perspektiven für das zweite Halbjahr sehen ebenfalls eher verhalten aus.
Insgesamt besaßen im ersten Halbjahr 2,5 Millionen Anleger ausschließlich Aktien. Die Zahl der reinen Fondsbesitzer sank von 6 auf 5,5 Millionen. 1,8 Millionen Anleger besaßen Aktien und Aktienfondsanteile.
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