Die Zahl der Betrugsfälle mit ec-Karten wird in den nächsten drei Jahren weiter zunehmen. Das unsichere elektronische Lastschriftverfahren (ELV), bei dem Kunden mit ec-Karte und Unterschrift bezahlen, steht beim Einzelhandel immer noch hoch im Kurs. Zwar verloren die Händler allein im Jahr 2003 über 57 Millionen Euro, weil Lastschriften nicht eingelöst werden konnten. Trotzdem nutzen bisher nur 40 Prozent aller Geschäfte das sichere Electronic-Cash-Verfahren mit PIN-Eingabe. Frühestens in drei Jahren will der Handel vom Lastschriftverfahren abrücken. Das eist das Ergebnis einer Untersuchung der Mummert Consulting AG.
Neben den millionenschweren Forderungsausfällen entstehen den Händlern bei geplatzten Lastschriften zusätzliche Bearbeitungskosten von mehr als 25 Euro pro Betrugsfall. Denn die Geschäfte müssen eine Gebühr an ihre Bank entrichten, wenn eine Lastschrift nicht eingelöst wird. Außerdem muss die Adresse des Käufers ermittelt sowie der Kartenbetrug angezeigt
werden – dies verursacht zusätzliche Prozesskosten.
Trotzdem will der Einzelhandel nicht vom Lastschriftverfahren abrücken. Der Grund: Nach eigenen Angaben sind die Forderungsausfälle umgelegt auf alle Lastschriftzahlungen günstiger als die Gebühren beim Electronic Cash. Bei der sicheren Variante des bargeldlosen Bezahlens müssen die Unternehmer bei jedem Kauf 0,3 Prozent des Umsatzes an die Bank abführen, während beim Lastschriftverfahren weniger als 2,5 Cent an Kosten anfallen.
(te)
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