In Japan hat ein versehentlicher Zahlendreher bei einem Börsengeschäft zu schwerwiegenden Folgen geführt. Das Aktienhaus Mizuho Securities sollte im Rahmen des Börsengangs eines Kunden deren Aktien verkaufen. Bei einer Verkaufsorder stellte ein Angestellter anstatt einer Aktie für 610.000 Yen genau 610.000 Aktien zu je einem Yen ins System. Dies berichtet die Financial Times Deutschland (FTD).
Nur dank eines Sperrsystems, dass bei auffallend großen Kurssprüngen eingreift, wurden die Aktien zum Tageslimit von 572.000 Yen verkauft, immerhin noch ein Verlust von 38.000 Yen (ca. 270,- Euro) pro Aktie. Das Bankhaus hat bereits eine Rückkaufaktion gestartet. Gleichwohl konnten noch nicht alle Aktien rückerworben werden. Bis Dienstag muss die Bank die Aktien an die Käufer liefern. Dies wird nur schwerlich möglich sein, da das von der Bank betreute Unternehmen lediglich 14.500 Aktien am Markt platzierte.
Die Börse überlegt daher, die Aktienkäufer zur Annahme von Bargeld zu zwingen, was in der Nachkriegsgeschichte ein absolutes Novum wäre. Allein die Rückkaufaktion hat 27 Mrd. Yen gekostet. Inklusive der noch zu klärenden Fälle rechnet die Finanzgruppe Mizuho mit Kosten in Höhe von 30 Mrd. Yen, was ca. 210 Mio. Euro entspricht.
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