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Zertifikate laufen Aktien den Rang ab 

Trotz steigender Kurse trennen sich die Privatanleger in großem Stil von Aktien und Aktienfonds. Einem Bericht der Berliner Zeitung zufolge haben die Anleger in Deutschland im November insgesamt fast eine Milliarde Euro aus Aktienfonds abgezogen. Im Oktober waren es sogar mehr als 1,1 Milliarden Euro. Inzwischen besitzen nur noch gut 15 Prozent der Deutschen Aktien oder Aktienfonds. Vor vier Jahren waren es noch 18 Prozent.

Dagegen entscheiden sich immer mehr Privatanleger für Zertifikate, die derzeit im großen Stil beworben werden. Verbraucherschützer halten dies aber für gefährlich: "Es ist Besorgnis erregend, wenn zahlreiche Anleger ihre Gelder von Aktienfonds in Zertifikate umschichten, denn die Transparenz dieser Produkte ist häufig gering", so Dorothea Kleine, Anlageexpertin beim Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV). Sie seien weder direkt vergleichbar noch so sicher, wie sie versprechen. Zertifikate sind im rechtlichen Sinne Schuldverschreibungen. Das Geld geht also verloren, falls der Emittent insolvent wird.

Diesen Trend bestätigte der Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Investmentgesellschaften (BVI), Frank Bock, der Berliner Zeitung. "Sicherheit ist derzeit Trumpf." So verzeichneten wertgesicherte Fonds und Geldmarktfonds, bei denen das Verlustrisiko minimiert oder komplett ausgeschaltet sei, Zuwächse. "Viele Anleger erkennen die Chancen der Aktienanlage derzeit nicht", so Bock.

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