Die Europäische Union (EU) will eine Zulassungspflicht für Manager von Hedge-Fonds einführen, wenn diese in der Union arbeiten und Vermögen von mehr als 250 Millionen Euro verwalten. Das geht aus einem Richtlinienentwurf der EU hervor, der der "Financial Times Deutschland" (FTD) vorliegt. Die Zulassungspflicht soll auch Immobilien-, Rohstoff- und Spezialfonds gelten.
Die Hedge-Fonds-Manager sollen darüber hinaus gegenüber Finanzaufsicht und Investoren auskunftspflichtig werden. Bilanzen von Portfoliounternehmen ab einer Größe von 250 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 50 Millionen Euro müssen Hedge-Fonds künftig veröffentlichen. Die EU-Kommission verspricht sich davon mehr Kontrolle darüber, wie die Fonds Unternehmen lenken, an denen sie beteiligt sind. Besonderen Wert legt der EU-Entwurf auf das Risikomanagement. So sollen Fonds-Manager Eigenkapital hinterlegen und bei Verstößen gegen Vorgaben zum Risikomanagement ihre Zulassung verlieren.
Die Arbeitsweise der Fonds will EU-Kommissar Charlie McCreevy nicht beschränken. Im Gegenteil: Wer in einem EU-Land eine Zulassung erworben hat, darf in ganz Europa um Anleger werben.