Einer neuen EU-Richtlinie zufolge müssen Behörden und private Auftraggeber künftig ihre Rechnungen innerhalb von 30 Tagen begleichen. Wird die Rechnung nicht innerhalb dieser Frist beglichen, drohen Zinsen, die bis zu acht Prozent über dem Basiszins der Euröpäischen Zentralbank liegen können. Hinzu kommt eine Strafe von mindestens 40 Euro. Wie "Welt online" berichtet, muss die Richtlinie noch in nationales Recht umgesetzt werden.
So sollen Insolvenzen kleinerer und mittlerer Unternehmen vermieden werden. Unbeglichene Rechnungen sollen nach Angaben der Europäischen Kommission für jede siebte Insolvenz verantwortlich sein. Nun rechnet man damit, dass die Richtlinie 180 Milliarden Euro in die Kassen kleiner und mittlerer Unternehmen spülen wird.
Im Schnitt lassen sich Behörden und Unternehmen 65 Tage Zeit zum Bezahlen von Rechnungen. Tritt die Richtlinie in Kraft, ist eine Ausweitung des Zahlungsziels nur dann möglich, wenn sie vertraglich vereinbart wurde.
Foto: © Dan Race/FOTOLIA
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