Unternehmen sollen Gewinn einheitlich berechnen 

Für Unternehmen, die in mehreren EU-Ländern Standorte haben, sollen die Unternehmenssteuern künftig einheitlich berechnet werden. Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtet, will die EU-Kommission im März einen Vorschlag unterbreiten, wonach der Unternehmensgewinn einheitlich ermittelt werden soll. Der Gewinn, und damit die Besteuerungsgrundlage, würde nach der Größe der Geschäftssparte in den einzelnen Ländern aufgeteilt. Eine Verlagerungen von Gewinnen in Länder mit niedrigen Steuersätzen wäre dann nicht mehr möglich.

Der Vorschlag geht vor allem auf Deutschland und Frankreich zurück. Irland, das vergleichsweise niedrige Steuersätze für Unternehmen bietet, wehrt sich gegen den Vorschlag. Dementsprechend kommt laut FTD eine Studie irischer Unternehmerverbände zu dem Ergebnis, dass eine derartige Regelung der Verwaltungsaufwand erhöhen würde.

Jedoch dürfte genau das Gegenteil der Fall sein. Durch die einheitliche Gewinnermittlung müssten die Unternehmen nicht mehr in jedem Land eine Steuerabteilung unterhalten. Durch eine zentrale Bearbeitung der Steuerangelegenheiten könnten die Firmen Kosten sparen.

Ob eine derartige Regelung dann letztendlich umgesetzt werden kann, ist jedoch ungewiss. Denn die Änderung der Besteuerungsregelung müssten die EU-Mitgliedstaaten einstimmig beschließen. Ein solcher Beschluss könnte letztendlich auch am Widerstand von Profiteuren der aktuellen Situation, wie beispielsweise Irland, scheitern.

Foto: © Gerd Altmann/PIXELIO

Baufinanzierung Vergleich
Finden Sie die besten
Bauzinsen und die
individuell passende
Finanzierung für
Ihren Wohntraum

Welches Girokonto ist das Beste?
Vergleichen, abschließen & sparen!
Jetzt mit 250€ Start-Bonus

Wer bei der Auswahl seiner Kreditkarte auf versteckte Gebühren und überflüssige Extraleistungen achtet, spart später viel Geld.
Welche Kreditkarte ist die Beste? Hier schnell & einfach vergleichen!