Gut 32 Prozent der Bankkunden würden mehr
Bankprodukte kaufen, wenn sie entsprechende Angebote auf ihrem
Kontoauszug erhielten. Dabei wünschen sich gut 62 Prozent eine
individuelle Anlageempfehlung ihrer Bank. Dies ergab eine
vergleichende Studie der Bonpago GmbH.
Die Studie zeigt vor allem, dass es
bei Banken verschiedene Kundengruppen gibt, die mit individuellen
Formen eines Kontoauszuges angesprochen werden sollten. So gibt es
beispielsweise eine Gruppe, die eine Vermögensübersicht graphisch
dargestellt haben möchte, während eine weitere Gruppe die
tabellarische Form präferiert. Ein anderes Kundensegment legt
besonderen Wert auf die Darstellung ihres Kundenberaters.
Der aktuellen Studie zufolge möchten zudem gut 50 Prozent der
Bankkunden auf ihren Kontoauszügen mehr Hinweise auf Nebenprodukte
wie Fonds oder Sparbriefe sowie über Nicht-Bank-Produkte wie Konzerte
oder Sportveranstaltungen erhalten. Allerdings müssten es Angebote
sein, die auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten sind.
Gänzlich
unerwünscht auf Kontoauszügen sind bankinterne Buchungsnummern,
einzelne Buchungen, die über zwei Seiten laufen sowie Schattierungen
auf den Auszügen, da sie nur schwer kopiert oder gefaxt werden
können.
Bei der Befragung wurden die Kunden einer Bank zunächst zu ihrer
Einstellung zum bestehenden Kontoauszug befragt. Zum Vergleich wurden
ihnen anschließend Auszüge mit einer neuen Form der Darstellung und
individuellen Inhalten vorgelegt. So gaben 62 Prozent der Befragten
an, dass sie mit ihrem bestehenden Kontoauszug zufrieden sind,
nachdem sie den optimierten Auszug gesehen hatten. Zuvor waren es 85
Prozent.
"Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Banken noch nicht alle
Möglichkeiten der Kommunikation mit ihren Kunden ausschöpfen, vor
allem bei den gesetzlichen Dokumenten besteht hier noch Nachholbedarf
in Bezug auf Individualisierung, Layout und einer
Dokumentenbündelung", so Prof. Bernd Skiera von der Universität Frankfurt am Main, ein Mitinitiator der Studie.