Durch anstehende Fusionen von Banken in Deutschland stehen zehntausende Arbeitsplätze in der Branche auf der Kippe. Wie der Karrieredienst für Führungskräfte „Experteer“ mitteilt, stehe man vor einer Situation, in der bei den Übernahmen von Postbank und Citibank bis zu zwanzigtausend Stellen gestrichen werden könnten.
Seit Jahresbeginn stieg bei den etwa 250.000 auf „Experteer“ registrierten Führungskräften die Zahl der Jobsuchenden Banker zweieinhalb mal stärker an als durchschnittlich in 18 anderen Branchen.
In dieser Zeit verschlechterte sich laut „Experteer“ besonders das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Waren es vor dem Anstieg der Jobsuchenden noch zwei Bewerber, die sich auf eine Stelle in einer Führungsposition bewarben, so spricht man heute von sieben Bewerbern.
„Gerade besonders qualifizierte Kräfte sehen sich in solchen Zeiten sehr frühzeitig nach neuen Optionen um“, sagt Christian Göttsch, Geschäftsführer von Experteer. Göttsch empfiehlt Bankern, frühzeitig ihre Optionen zu prüfen und dabei auch Positionen in anderen Branchen in Betracht zu ziehen.
„Gerade von den anstehenden Fusionen im Bankenbereich erwarten wir ganz erhebliche Stellenstreichungen im mittleren Management“, sagt Göttsch.