Ab dem 1. Januar 2008 soll es nach dem Willen der EU-Kommission europaweit einheitliche Überweisungen, Lastschriften und EC-Karten geben. Nach dem Willen der Brüsseler Behörde soll dann das Single European Payments Area (SEPA) Wirklichkeit werden. SEPA steht für die Verwirklichung eines einheitlichen EU-Zahlungsverkehrsraumes. Was mit der Einführung des Euros begann, soll im bargeldlosen Zahlungsverkehr fortgeführt werden.
Innerhalb der EU werden jedes Jahr ca. 231 Milliarden Finanztransaktionen im Wert von 52 Billionen Euro getätigt. Noch ist das europäische Zahlungssystem national geprägt, uneinheitlich und wegen fehlender Skaleneffekte teuer für Banken. Diese sollen mit der Einführung der SEPA-Zahlungsinstrumente nun ihren Teil zum einheitlichen Zahlungsverkehr beitragen.
Laut einer aktuellen Befragung 30 großer, europäischer Banken durch PSE Consulting ist bei den Banken jedoch noch sehr wenig Wissen über die Anforderungen von SEPA vorhanden. Die Institute fürchten überwiegend die Kosten für die SEPA-Einführung, die tatsächlich auf einen zweistelligen Milliarden-Betrag geschätzt werden.
Auf der European Bank & Insurance Fair (E.B.I.F.) im November in Frankfurt am Main wird SEPA ein Schwerpunktthema sein.
"Durch die Massenabwicklung der Inlands- und EURO-Zahlungen werden Skaleneffekte möglich, die Banken momentan noch nicht realisieren“, sagt Armin Gerhardt, Geschäftsführer der ABK-Systeme GmbH, SEPA-Experte und E.B.I.F.-Aussteller. Das Einsparungspotenzial wird auf bis zu 100 Milliarden Euro geschätzt. Um dies zu realisieren, müssen die Banken jedoch Voraussetzungen schaffen. "Vor allem Investitionen in die IT sind notwendig. Wer jetzt geeignete Strategien entwickelt, kann die Einführungskosten begrenzen“, erklärt Hans-Rainer van den Berg, SEPA-Spezialist und Vorstand der van den Berg AG, ebenfalls ein E.B.I.F.-Aussteller.
Zur E.B.I.F., die im Rahmen der EURO FINANCE WEEK vom 13. bis 17. November stattfindet, werden über 7.000 internationale Entscheider und Anwender aus Finanz- und Versicherungsinstituten sowie rund 250 Aussteller erwartet. Anlässlich der SEPA Days (13./14.11.06) werden u.a. EZB-Präsident Trichet sowie EU-Kommissar McCreevy als Sprecher auftreten.
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