Der Bundesverband Deutscher Banken sieht im Gegensatz zur Innenministerkonferenz (IMK) keine Defizite bei der Sicherheit von Geldautomaten. Das sagte dessen Sprecherin Kerstin Liesem auf Anfrage der "Saarbrücker Zeitung".
Das Ausspähen von Kontodaten an Geldautomaten ist zur Zeit Thema der Innenministerkonferenz in Potsdam. Die Minister wollen die Berufsverbände der Geldinstitute dazu bringen, verstärkt die vorhandene "Anti-Skimming-Technik" zu nutzen.
Als "Skimming" wird das illegale Ausspähen von Daten der Kreditkarten oder Bankkarten bezeichnet. Meistens werde der Magnetstreifeninhalt auf der betreffenden Karte zusammen mit der PIN-Nummer ausgespäht.
Im Bundesverband Deutscher Banken hält man indes eine Initiative für die Anti-Skimming-Technik nicht für "zwingend erforderlich".
Denn gegen Betrugsversuche würden die Geldinstitute bereits verstärkt die Räume mit ihren Geldautomaten per Video überwachen lassen sowie Aufsätze auf den Geldautomaten installieren, die eine Manipulation und das Ausspähen von Daten verhinderten. Deshalb seien die Banken gegen einen solchen Betrug "gut aufgestellt", sagte Liesem gegenüber der Zeitung.
Bis Ende 2010 müssten außerdem aufgrund einer EU-Initiative in ganz Europa die Magnetstreifen an den EC- und Kreditkarten durch Chips ersetzt werden. Laut Bankenverband sollten die neuen Chipkarten vor dem Ausspionieren schützen.
Sollte ein Kunde dennoch durch Manipulationen am Automaten einen finanziellen Schaden erleiden, dann werde ihm die betreffende Bank den Schaden zurück erstatten, betonte die Sprecherin.