Bankkunden schätzen die Beratung. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Ipos-Institut im Auftrag des Bankenverbandes durchgeführt hat. Danach ist für fast Dreiviertel der Deutschen der persönliche Kontakt wichtig (39 %) oder sogar sehr wichtig (33 %).
Auch bei den Direktbankkunden ist der Beratungsbedarf erstaunlich stark ausgeprägt: So ist für sechs von zehn Befragten eine solche wichtig (32 %) bzw. sehr wichtig (27 %). Der Beratung in den eigenen vier Wänden steht eine deutliche Mehrheit der Deutschen allerdings skeptisch gegenüber. So lehnten es 70 % der Befragten ab, einen Bankangestellten zuhause zu empfangen. Einem persönlichen Besuch aufgeschlossen gegenüber standen hingegen 23 %.
Die Bereitschaft, das Internet zu nutzen, hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Wie aus der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „die bank“ hervorgeht, sind bereits zwei Drittel der Deutschen online. In diesem Umfeld nahm auch die Akzeptanz von Direktbanken in den vergangenen Jahren stark zu. Waren im August 2000 6 % der Erwachsenen Kunden einer Direktbank, so vertrauten im April 2007 schon rund 16 % ihr Geld einem Online-Institut an. Damit ist die Zahl der Direktbankkunden seither von 3,7 Mio auf 9,8 Mio gestiegen. Zusätzliches Potenzial ist vorhanden, denn 2,2 % der Nichtkunden erklärten, künftig die Dienste einer Direktbank in Anspruch nehmen zu wollen. Weitere 0,4 % zeigten sich noch unentschlossen.
Dennoch ist die Direktbankverbindung so gut wie immer eine Zweitbankverbindung. Nur für einen von 100 Befragten ist sie die Hauptbankverbindung.