Banküberfall aus Protest 

Etwa 100 Demonstranten klebten Zettel mit der Aufschrift "enteignet" an die Fenster, dann stürmten sie in die Commerzbank an der Potsdamer Straße in Berlin-Schöneberg. Begleitet wurde die Erstürmung von dem Protestruf: "Brecht die Macht der Banken und Konzerne". Danach verließen sie das Haus und protestierten vor dem Gebäude. Das berichtet die "Berliner Zeitung" in ihrer Onlineausgabe.

Protest gegen Verursacher der Finanzkrise

Dieser eher symbolische Banküberfall war vergangene Donnerstag Teil des Aktionstages "Wir zahlen nicht für eure Krise". Dazu hatte das gleichnamige Bündnis aus verschiedenen Initiativen aufgerufen. Er sollte ein Zeichen gegen Einsparungen in der Sozial-, Bildungs- und Kulturpolitik auch infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise setzen. Im Mai diesen Jahres wurden Berliner Banken bereits von Studenten überfallen, die sich für mehr Bildungsausgaben einsetzten.

Deutsche Bank schon geschlossen

Nach kleineren Protestaktionen vor dem Jobcenter Berlin-Mitte und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung war vom Bündnis für 16 Uhr am Wittenbergplatz eine "Aktion Banküberfall" angekündigt worden. Die dortige Deutsche Bank, die im Juni schon einmal von streikenden Studenten besetzt worden war, hatte aber ihre Filiale bereits nachmittags 15 Uhr geschlossen. Zahlreiche Demonstranten fuhren daher zur Commerzbank nach Schöneberg. Nach dem ersten Überfall setzten sie ihren Protest in Begleitung von der Polizei vor weiteren Geldinstituten fort. Alle Aktionen verliefen friedlich.

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