Die neuen Eigenkapitalrichtlinien für Banken wurden mit dem Regelwerk Basel II verabschiedet. Damit ist vorgesehen, dass sich die Kreditinstitute vor finanziellen Schwierigkeiten besser absichern und ihre Bonität zukünftig nachweisen müssen. Dass heißt, die Banken müssen die Höhe ihres Eigenkapitals offen legen. Benannt wurden die Richtlinien nach dem Ausschuss, der in Basel tagte, wobei diese von den Notenbankchefs bestimmter Industriestaaten festgelegt wurden. Ende 2006 können jene Kriterien von den einzelnen Ländern in nationales Recht umgesetzt werden. Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, hofft, dass durch diese Maßnahmen das Finanzsystem gestärkt und das Wirtschaftswachstum weiter angetrieben wird.
Für einen Kredit an Unternehmen müssen die Banken acht Prozent ihrer Rückstellungen vom Eigenkapital garantieren. Falls sich das Unternehmen in einer schwierigen finanziellen Lage befindet, sind nun die Banken verpflichtet, einen höheren Betrag an Rückstellungen zu hinterlegen. Das könnte bedeuten, da sich die Kredite verteuern würden, dass kleinere finanzschwache Betriebe nicht so oft in den Genuss eines Kredite kommen und von einer Insolvenz bedroht sind. Dabei wurde es jedoch kleinen Firmen erleichtert einen Kredit aufzunehmen, wenn er eine Höhe von einer Million Euro nicht übersteigt. Ebenso werden Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen Euro nicht so streng behandelt. (dh)
Tipps der Redaktion: |