Die Deutschen sind beim Online-Banking und Online-Shopping vorsichtiger und sicherer als sie glauben. Das ergab eine internationale Vergleichsstudie, die der Online-Bezahldienst Pay Pal in Auftrag gegeben hat. Die Deutschen ändern ihre Passwörter relativ häufig.
Nur 18 Prozent von ihnen schreiben die Passwörter auf (USA: 36 Prozent), sie suchen sich am häufigsten sichere Passwörter aus (27 Prozent) und geben diese am seltensten an Verwandte weiter (28 Prozent). Allerdings geben die Deutschen auf Social-Networking-Plattformen am häufigsten persönliche Daten wie die Telefonnummer (41 Prozent) oder die Adresse (30 Prozent) preis.
Sicher fühlen sich die Deutschen im Internet dennoch nicht: Nur 14 Prozent der befragten Deutschen halten ihr Online-Konto für sehr sicher – damit liegen sie auf dem letzten Platz. Weniger als die Hälfte der Deutschen hält die EC-Karte für sicher (40 Prozent). Zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) betrachten die Überweisung als sicherste Art und Weise zu bezahlen. Auf Platz zwei folgt PayPal mit 47 Prozent.
Zugleich aber haben die Deutschen bezogen auf die Studie die geringsten Probleme mit Phishing oder Identitätsdiebstahl: Nur 3 Prozent waren bislang Opfer von Identitätsdiebstahl, nur 10 Prozent kennen ein solches Opfer. Auch bei der Anzahl von Phishing-Mails liegt Deutschland erfreulich weit hinten: 78 Prozent der deutschen Online-Shopper bekommen nur eine oder gar keine Phishing-Mail pro Monat.
Trotz ihrer skeptischen Einstellung sind die deutschen Online-Shopper sehr aktive Nutzer der verschiedenen Angebote. Sie haben mit 22 Prozent die meisten Online-Depotkonten (USA: 11 Prozent, Frankreich: 7 Prozent), sind mit 67 Prozent zusammen mit den Briten die aktivsten eBay-Nutzer (USA: 57 Prozent) und setzen auch regelmäßig die Kreditkarte zur Online-Zahlung ein (82 Prozent).