Nach dem Scheitern der Gespräche der holländischen ING- Bank und der Commerzbank über einen Zusammengang von BHF und Commerzbank gehen Beobachter davon aus, dass die Holländer weiter an einer möglichst schnellen Veräußerung der BHF interessiert sind. Potentielle Käufer seien bereits vorhanden. Als Hindernis auf dem Weg zum Verkauf gelte allerdings das derzeit noch sehr umfangreiche Firmenkundengeschäft bei der BHF, heißt es beim Handelsblatt. Die ansonsten recht positive Bilanz würde dadurch geschmälert.
Um die BHF-Bank für einen Käufer attraktiver zu machen, will der BHF-Vorstand nun alte Sanierungskonzepte wieder aufgreifen. Danach wollte die Bank von 1200 auf 250 Firmenkunden ausdünnen und so 1,5 Milliarden Euro einsparen. Das freigesetzte Kapital sollte in andere lukrativere Bereiche investiert werden.
Neben der offiziellen Version, dass eine Prüfung der BHF nicht genug Synergieeffekte für ein finanzielles Engagement der Commerzbank erbracht habe, gilt vor allem auch der Widerstand der BHF-Belegschaft als möglicher Grund für das Scheitern der Gespräche mit der Commerzbank. Die Mitarbeiter fürchteten den Verlust von bis zu 2000 Arbeitsplätzen, so das Handelsblatt.
(cu)
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