Auch die letzten Verfechter des Bildschirmtextes (BTX), die ihre Online-Banking-Geschäfte noch nicht über das Internet erledigen, müssen aufgeben. Wie der Berliner "Tagesspiegel" berichtet, schaltet die Deutsche Telekom AG (DT AG) das System endgültig ab.
Seit 1983 gab es diese Frühform des Internet in Deutschland, die sich allerdings nie wirklich durchsetzen konnte. Man benötigte spezielle teure Endgeräte, um per BTX Nachrichten abzurufen oder Geschäfte zu tätigen – wie eben auch Online-Banking. Für BTX wurde das PIN/TAN-System entwickelt, welches noch immer für das Internet-Banking benutzt wird. Erst Mitte der Neunziger, als erstes Angebot von T-Online, gewann BTX massenhaft Nutzer.
"Viele Kunden hatten sich daran gewöhnt und haben daran gehangen", bedauert Kerstin Altendorf vom Bundesverband deutscher Banken den Abschied. Immerhin noch knapp drei Millionen Nutzer hatte BTX zuletzt noch, vor allem Unternehmen, die mit speziellen Finanzprogrammen arbeiten. Diese mussten ihre Systeme in den letzten Monaten umstellen, so der Tagesspiegel weiter.
Eigentlich gibt es BTX schon seit 2001 nicht mehr. Damals hatte T-Online den Dienst abgeschaltet und nur noch für Finanzgeschäfte offen gelassen. "Inzwischen haben fast alle Anbieter ihre Inhalte in das Internet eingestellt ", begründete Eric Danke, damals Vorstand Technik bei T-Online und einer der Väter von BTX, vor fünf Jahren den Schritt. Nun hat das Internet den BTX-Dienst endgültig abgelöst.