Die Deutsche Bank will nun ebenfalls mit einem eigenen Unternehmen am chinesischen Markt präsent sein. Das Institut verkündete, dass man der chinesischen Regulierungsbehörde CBRC (China Banking Regulatory Commission) den offiziellen Entschluss mitgeteilt habe, eine Registrierung als ausländische Bank in
China zu beantragen.
Die CBRC hatte erst kürzlich der HSBC, der britischen Standard Chartered Bank, der Bank of East Asia und der Citigroup den Betrieb chinesischer Tochtergesellschaften genehmigt (banktip.de berichtete). Durch die Genehmigung der CBRC wird es den Kreditinstituten möglich, auch Geschäfte in der chinesischen Volkswährung Renminbi abzuwickeln. Dieses Geschäft gilt unter den Banken als äußerst lukrativ, wird doch das Vermögen chinesischer Privatsparer auf umgerechnet 2 Billionen Dollar geschätzt.
Firmensitz der Deutschen Bank in China soll Peking werden. Außerdem wird die Deutsche
Bank weiterhin eine Filiale in Shanghai für die Abwicklung von
Fremdwährungsgeschäften betreiben.
Colin Grassie, Chief Executive Officer der Deutsche Bank Asia Pacific, erklärte: „Die
lokale Registrierung spiegelt auch unseren Wunsch wider, unmittelbar an der Entwicklung des chinesischen Marktes für
Finanzdienstleistungen teilzuhaben.“ Lee Zhang, Chairman der Deutsche Bank China, ergänzte: „Die lokale Registrierung ist
ein wichtiger Schritt in unserer China-Strategie. Wir verfügen bereits über eine gute
Position für eine Expansion in China, und eine lokale Registrierung wird für eine
Beschleunigung unserer Wachstumspläne in allen Produktbereichen sorgen.“
Die Deutsche Bank ist seit 1872 in China vertreten und ist dort in den Bereichen
grenzüberschreitendes Investmentbanking, Sales and Trading und Transaction Banking
and Trade Services ein wichtiger Marktteilnehmer. Vor kurzem hat sie mit
Filialeröffnungen in Shanghai und Peking ihr Privat- und Geschäftskundengeschäft in
China gestartet. Gemeinsam mit der Hua Xia Bank, an der die Deutsche Bank einen
Anteil von 9,9% hält, wird sie dieses Jahr ein Joint Venture im Kreditkartenbereich
starten. Die Deutsche Bank hält darüber hinaus einen Anteil von 19% an Harvest Asset
Management, dem größten unabhängigen Vermögensverwalter Chinas.