Die Deutsche Bank darf künftig auch in China unter eigenem Namen Bankgeschäfte betreiben. Die chinesische Bankaufsichtsbehörde CBRC (China Banking Regulatory Commission) hat eine chinesische Tochtergesellschaft der Deutschen Bank AG als einheimisches Unternehmen registriert. Mit der Deutsche Bank China Co. Ltd als einheimisches Unternehmen kann die Bank nun ihre Geschäftsaktivitäten in China erweitern und Dienstleistungen in der lokalen Währung Renminbi (RMB) anbieten.
„Die Gründung und Genehmigung einer lokalen Gesellschaft in China ist ein
bedeutender Meilenstein für die Deutsche Bank“, kommentierte Colin Grassie, CEO der
Deutschen Bank in der Region Asien/Pazifik. „Die erweiterte Präsenz ist ein klarer
Ausdruck unseres Engagements und unserer Pläne für die künftige Entwicklung
unseres China-Geschäfts“, ergänzte Lee Zhang, Chairman der Deutschen Bank in
China.
Die Deutsche Bank China Co. Ltd hat als hundertprozentige Tochtergesellschaft der
Deutschen Bank AG ihren Sitz in Peking und ihre Geschäftstätigkeit zum 2. Januar
2008 aufgenommen. Die bisherigen Filialen der Deutschen Bank AG in Peking,
Shanghai und Guangzhou werden in entsprechende Filialen der chinesischen
Tochtergesellschaft umgewandelt. Die Konzernmutter Deutsche Bank AG wird aber in
Shanghai weiterhin eine eigenständige Niederlassung für die Abwicklung von
Fremdwährungsgeschäften betreiben.
Die Deutsche Bank ist bereits auf dem chinesischen Markt aktiv. Vor
kurzem hat die Bank ihre Tätigkeit für Privat- und Geschäftskunden über die Eröffnung
von Filialen in Shanghai und Bejing aufgenommen. Zudem ist sie mit 9,9% an der Hua-
Xia-Bank beteiligt, mit der sie auch ein Kreditkarten-Jointventure betreibt. Darüber
hinaus hält sie eine Beteiligung von 19 % an Harvest Fund Management, einem großen Vermögensverwalter in China.