Die Deutsche Bank nutzt den Umbau des Gesundheitswesens und startet eine Medizineroffensive. Mit speziell geschulten Mitarbeitern möchte das Kreditinstitut Ärzte als Kunden gewinnen, heißt es im „Handelsblatt“.
Die Deutsche Bank konkurriert damit mit dem Marktführer Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) sowie dem Finanzberater MLP. „Wir wollen unsere Kundenzahl in diesem Segment von derzeit 30 000 in den nächsten fünf Jahren verdoppeln", sagte Cristof Reiser, Leiter Business-Banking, dem „Handelsblatt“ zufolge. Die Apobank trumpft allerdings mit einer noch deutlich größeren Zahl auf. Bis Jahresende will die Deutsche Bank die Zahl ihrer Medizinberater von 150 auf 200 aufstocken.
Nach Einschätzung der Bank wird dieses Marktsegment im Zuge des Strukturwandels im Gesundheitswesen lukrativer werden. Künftig wird es wohl immer häufiger zu großen Gemeinschaftspraxen kommen, woraus ein höherer Finanzierungsbedarf entsteht, so das „Handelsblatt“.
Wie es in dem Zeitungsbericht heißt, folgt die Deutsche Bank mit dieser Entscheidung einem branchenweiten Trend. Nachdem die Geldhäuser nach der Krise 2002/2003 überwiegend Standardprodukte im Programm hatten, gehen sie jetzt dazu über, einzelne Gruppen gezielt anzusprechen. Noch in diesem Jahr will die Deutsche Bank neben den Ärzten noch eine weitere Berufsgruppe ansprechen, schreibt das „Handelsblatt“.