Wohneigentum wird in Deutschland am häufigsten über Sparkassen und Genossenschaftsbanken finanziert. Den ersten Platz belegen die regionalen Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen mit 35 Prozent vor den genossenschaftlichen Instituten mit 21 Prozent. Erst auf Platz drei folgen die Großbanken mit 11 Prozent. Bausparverträge sind dabei mit 20 Prozent die beliebteste Form der Finanzierung, gefolgt von der Finanzierung bei Hypothekenbanken mit 4 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die von TNS Infratest durchgeführt wurde.
Erwerber von Wohneigentum in Westdeutschland brachten demnach in den letzten Jahren 40 Prozent der zu finanzierenden Summe durch Eigenmittel und Eigenleistungen auf. In den neuen Bundesländern kamen Erwerber auf 38 Prozent Eigenkapital. Dabei stellte sich heraus, dass, je niedriger das Haushaltseinkommen ist, desto höher ist der Eigenkapitalanteil.
Bausparverträge spielen bei der Finanzierung eine wichtige Rolle. Die meisten Erwerber nutzen diese ganz gezielt zum Vorsparen bzw. zum Einbau von Zinssicherheit in eine langfristige Finanzierung. Unterschiede zeigen sich bei selbstgenutzten Wohneigentümern und im privaten Wohnungsbau. Während Selbstnutzer versuchen, möglich viel Eigenkapital aufzubringen und das Darlehen möglichst früh zurückzuzahlen, ist bei Eigentumswohnungen das Gegenteil der Fall. Diese werden aus steuerlichen Gründen besonders häufig mit Fremdmitteln finanziert und möglichst spät getilgt.
Im Vergleich zur Wohneigentumsfinanzierung im restlichen Europa sind die Finanzierungsmöglichkeiten in Deutschland durch den starken Wettbewerb relativ risikoarm. Dies ist zum einen auf den hohen Eigenkapitaleinsatz zurückzuführen und zum anderen auf die Wohnungsmarktexpertisen der Banken und Sparkassen.
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