Mehr als jeder zweite Jugendliche in Deutschland ist ein Sparfuchs und legt regelmäßig Geld beiseite. Das hat die Jugendstudie 2009 des Bundesverbandes deutscher Banken herausgefunden. Für die Jugendstudie wurden fast 800 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 24 Jahren telefonisch befragt.
Von der Finanzkrise fühlen sich nur wenige Jugendliche betroffen. Sie sind mit ihren persönlichen Lebensumständen zufrieden und blicken optimistisch in die Zukunft. Die deutschen Jugendlichen sind kaum von Überschuldung betroffen. Allenfalls geringe Beträge haben sie bei Eltern oder Freunden geliehen.
Junge Leute beschäftigen sich unregelmäßig oder eher spontan mit ihren Finanzen. Laut den Ergebnissen der Studie ist dies aber nicht auf Desinteresse sondern auf mangelndes Wissen über Geld und wirtschaftliche Haushaltsführung. Immerhin acht von zehn Jugendlichen sehen Geld- und Finanzthemen als wichtig oder sehr wichtig an. Aber die meisten wissen nicht, was sich hinter den meisten wirtschaftlichen Grundbegriffen verbirgt. Jeder zweite Befragte kann nicht erklären, was eine "Inflationsrate" ist.
Offensichtlich fehlt vielen der Anlass oder die Gelegenheit, sich intensiver mit Finanzthemen zu befassen. Der Großteil der Jugendlichen wünscht sich, dass in den Schulen Wissen zur Wirtschaft vermittelt wird. Der Bankenverband fordert schon lange die Einführung des Schulfachs Wirtschaft.
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