Drei von fünf deutschen Managern sehen in schnelleren und günstigeren Überweisungen die größten Vorteile des neuen europäischen Zahlungsverkehrsstandards SEPA (Single Euro Payments Area). Dies ergab eine Studie der PPI AG in Zusammenarbeit mit ibi research. Durch den am 28. Januar 2008 eingeführten Standard werden im europäischen Durchschnitt sinkende Gebühren für europäische Geldflüsse erwartet. Zudem erfolgen transnationale Überweisungen jetzt genauso schnell wie innerdeutsche Zahlungen.
63 Prozent der Studienteilnehmer nannten die verlässliche Buchung der Zahlungen innerhalb von drei Werktagen als einen der wichtigsten Vorteile des neuen Standards. Bislang konnten internationale Geldflüsse unter ungünstigen Umständen mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Die Neuerung ermöglicht europaweit agierenden Unternehmen zukünftig eine bessere Liquiditätsplanung.
Beinahe ebenso wichtig ist die mit der SEPA-Einführung verbundene Gebührensenkung im europäischen Vergleich. Sie ist für 60 Prozent der Manager sehr wichtig. Insbesondere für europäische Überweisungen von Beträgen ab 50.000 Euro werden Gebührensenkungen erwartet. Firmenkunden können diese Großbetragszahlungen in Zukunft genauso handhaben wie die Überweisung geringerer Summen. Eine organisatorische Entlastung, die 46 Prozent der Befragten als großen Vorteil sehen. Überraschend ist allerdings, dass zwei Wochen nach der Einführung von SEPA am 28. Januar bisher noch sehr wenige Kunden die SEPA-Überweisung nutzen.