EU-Finanzminister einigen sich auf SEPA-Richtlinie 

Die EU-Finanzminister haben sich auf die Eckpunkte zur Einführung eines einheitlichen europäischen Zahlungsraumes geeinigt. Wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, gibt es Finanzminister Peer Steinbrück zufolge eine einstimmige Lösung. Nach den neuen Regeln, die 2008 in Kraft treten sollen, sollen grenzüberschreitende Zahlungen vereinfacht und Gebühren gesenkt werden.

Durch die neuen Regeln sollen Zahlungen per Karte, Überweisung oder Bankeinzug europaweit so einfach wie im Inland werden. Die EU-Kommission erhofft sich kostensenkende Effekte in Höhe von 50 bis 100 Mrd. Euro pro Jahr. Durch die EU-Richtlinie zu SEPA werden die Kreditinstitute laut FTD nicht gezwungen, auf SEPA umzustellen. Die Finanzdienstleister haben sich vielmehr freiwillig zur Umsetzung verpflichtet.

Experten rechnen mit einem Umstellungsaufwand wie zur Euroeinführung. Ab 1. Januar 2008 sollen die neuen Zahlungsinstrumente von den Banken bereits angeboten werden. Das EU-Parlament, dass der Richtlinie noch zustimmen muss, wird sich erst Ende April 2008 damit befassen. Laut FTD gibt es derzeit noch kleinere Differenzen zwischen den Finanzministern und dem Parlament im Hinblick auf die Richtlinie.

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