Die EU-Kommission hat dem Kreditkartenanbieter Mastercard in einer formellen Anklage vorgeworfen, den Wettbewerb zwischen den Mitgliedsbanken zu behindern. Dies berichtet die Financial Times Deutschland (FTD). Konkret geht es um die Festsetzung von Mindestgebühren, die Einzelhändler bezahlen müssen, wenn bei ihnen mit Mastercard bzw. den Maestro-Karten bezahlt wird.
Die Kommission hatte Mastercard bereits im Jahre 2003 wegen mutmaßlich überhöhter Transaktionsgebühren angeklagt. Durch die jetzt erfolgte formelle Anklage erhöht Brüssel den Druck auf den Kreditkartenanbieter. Im Falle einer Verurteilung könnten die Transaktionsgebühren abgeschafft werden. Darüber hinaus droht dem Unternehmen ein Bußgeld von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.
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