Frauen kurbeln während der UEFA Fußball-Europameisterschaft 2008 die Wirtschaft an. Sie tragen mit mindestens 140 Millionen Euro zum wirtschaftlichen Schwung rund um das Turnier bei. Dies geht aus einer von MasterCard in Auftrag gegebenen Untersuchung hervor. Das entspricht 10 Prozent der insgesamt erwarteten Umsätze während des Fußballspektakels.
Der Studie zufolge geben Frauen pro Spiel mehr als 4 Millionen Euro aus. Diese Zahl setzt sich aus den Ausgaben für Fanartikel, Essen und Getränke, Unterkunft, Transport und Fernsehgeräte zusammen. Außerdem zeigt die Studie, dass Frauen während der UEFA Fußball-Europameisterschaft 2008 auch abseits vom Fußball mehr für Shopping, Urlaub und Unterhaltung ausgeben.
Die neue Studie hebt hervor, dass der Umfang des wirtschaftlichen Einflusses von Frauen zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass sich die Fußballindustrie allmählich des kommerziellen Potenzials der weiblichen Fans bewusst wird. Frauen, die sich für Fußball interessieren, kaufen mit größerer Wahrscheinlichkeit als ihre männlichen Pendants Schals und Schminkstifte in den Landesfarben und nehmen aktiv an den Begegnungen teil. Spitzenfußballspieler wie Lukas Podolski oder Cristiano Ronaldo sind mittlerweile zu Symbolfiguren geworden. So werden auch in Deutschland die Umsätze mit Artikeln wie Postern und Magazinen, die über Fußballer und ihr Privatleben berichten, mit der weiblichen Kundschaft in die Höhe getrieben.