Im Westen verdienen die Leute immer noch mehr als ihre Kollegen im Osten. Nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden liegen die durchschnittlichen Bruttolöhne im Produzierenden Gewerbe und im
Dienstleistungsbereich im Osten bei rund 71,5 Prozent des Westdurchschnitts.
In den neuen Bundesländern wird durchschnittlich 13,02 Euro pro Stunde gezahlt während im Westen
18,21 Euro pro Stunde auf das Konto gehen. Nimmt man die Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld und andere tarifliche Einmalzahlungen dazu, fällt der Unterschied noch größer aus. Auch hier werde im Westen mehr und öfter gezahlt.
Betrachtet man nur die Vollzeitbeschäftigten sinkt der Wert für Ostbeschäftigte sogar noch einmal auf 70,6 Prozent. Bei Teilzeitbeschäftigten fällt der Unterschied geringer aus. Hier erreichen Beschäftigte im Osten 81 Prozent des West-Bruttolohns. Neben den Lohnunterschieden gibt es auch bei den Arbeitszeiten Unterschiede. Vollzeitbeschäftigte arbeiten im Westen durchschnittlich 38,6 Stunden während im Osten 39,4 Stunden gearbeitet werden. Bei den Teilzeitbeschäftigten wird in den neuen Ländern durchschnittlich fünf
Stunden mehr pro Woche gearbeitet als im Westen (23,1 Stunden).