An einem Geldautomaten lassen sich PIN-Eingaben an der Stromzuleitung abgreifen. Das haben nach Angaben des IT-Portals "Heise Online" zwei italienische Sicherheitsexperten auf der Sicherheitskonferenz "Black Hat" in den USA berichtet. Den beiden IT-Experten ist es gelungen, an italienischen Geldautomaten PIN-Eingaben an der Steckdose auszulesen.
Neues Feld fürs Skimming
Das Experiment zeigt eine neue Quelle für das so genannte Skimming auf. Skimming steht für den Versuch von Datendieben, sich an Geldautomaten PIN- und Kartendaten von Kunden anzueignen. Daraus erstellen sie Kopien der Karten und plündern die Konten der Opfer - meist von Geldautomaten im Ausland aus.
Angriffe immer professioneller
Erst kürzlich ist eine Serie ausgeklügelter Spähangriffe an Geldautomaten im Rheinland und in Sachsen bekannt geworden. Die Täter hatten unter anderem gefälschte Tastaturen aufgeklebt, um die PIN-Eingaben auszulesen.
Postbank hat Konsequenzen gezogen
Die Postbank hat vor allem aus der Beobachtung, dass Täter die gefälschten Kreditkarten meist im Ausland einsetzen, Konsequenzen gezogen: Ihre Kunden können das Limit für Auslandsabhebungen ändern. Steht das Limit auf Null, sind Kontoplünderungen aus dem Ausland per Karten-Fälschung praktisch ausgeschlossen. Heben die Diebe an inländischen Geldautomaten ab, hilft aber auch das nicht weiter.