Die Hypovereinsbank (HVB) will ab dem nächsten Jahr die Gehälter der Mitarbeiter an der Kundenzufriedenheit ausrichten. Wie ein Sprecher der HVB gegenüber banktip.de bestätige, sollen die Kunden über ein Marktforschungsinstitut mehrmals im Jahr nach ihrer Zufriedenheit mit Produkten und Beratung bei der HVB befragt werden. Dieser so gewonnene Zufriedenheitsindex werde dann bei den Gehaltsverhandlungen Grundlage für die Bestimmung des variablen Teils der Gehälter sein.
Die Bonuszahlungen werden sich aber nicht ausschließlich nach der Kundenzufriedenheit richten. Daneben werden weiterhin Faktoren wie zum Beispiel der Vertriebserfolg eine Rolle spielen. Im günstigsten Fall können die HVB-Mitarbeiter so bis zu vier zusätzliche Gehälter einstreichen. Derzeit werde durch eine Umfrage das Ausgangsniveau des Zufriedenheitsindex ermittelt, das dann Ausgangspunkt für die Zielvereinbarung mit den Mitarbeitern ab dem 1. Januar 2007 sein wird.
Die HVB teilte mit, dass Detailfragen derzeit noch geklärt würden. So war auch noch nicht klar, ob die Mitarbeiter schon bei gleich bleibender Kundenzufriedenheit auf einen Bonus hoffen dürfen, oder ob sich diese dafür steigern müsse.
Da das System auch in den anderen Ländern, in denen der HVB-Mutterkonzern Unicredit tätig ist, angewandt wird, sollen auch Vergleiche zwischen den Filialen in Österreich, Italien und Deutschland möglich sein. Nach Angaben der HVB wird der Zufriedenheitsindex der anderen Länder allerdings keinen Einfluss auf die Bonuszahlungen der deutschen Mitarbeiter haben.
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