Wer sich bislang noch nicht seine 22-stellige IBAN, eine international gültige Kontonummer, gemerkt hat, hat bis zum 1. August 2015 Zeit sich die Nummer einzuprägen. Dann soll die Übergangsfrist bei der Umstellung auf einen einheitlichen Zahlungsverkehr in Europa (Sepa) ablaufen und Bankkunden müssen neben IBAN eine elfstellige Bankleitzahl (BIC) für Überweisungen verwenden. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Gremienkreise der EU-Kommission. Die Kommission berät derzeit über das Ende der Übergangsfrist für die nationalen Zahlungssysteme.
"Wir wollen erreichen, dass zumindest bei rein nationalen Überweisungen die Kunden bis 2015 weiterhin die vertrauten Kontonummern und Bankleitzahlen verwenden können, dass diese aber bei der Eingabe automatisch in die neue IBAN umgerechnet werden", sagte eine Sprecherin dem Blatt. Während Bankkunden noch ein wenig Schonfrist gewährt wird, müssen sich die Banken schon früher auf das Sepa-System umstellen.
"In den europäischen Gremien werden immer wieder zwei Daten genannt: Der 31. Januar 2013 für die Überweisungen und der 31. Januar 2014 für die Lastschrift", sagt der Zahlungsverkehrsexperte beim Beratungsunternehmen Capco, Christoph Auer.
Verbraucherschützer befürchteten, dass durch die längeren Banknummern die Zahl falscher Überweisungen zunehmen wird. Je länger eine Kontonummer, desto höher die Wahrscheinlichkeit von Schreibfehlern. Zudem müssen Banken bei Überweisungen seit Oktober 2009 nicht mehr prüfen, ob die Kontonummer zum Empfängernamen passt.
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