Wer institutsunabhängig Geld abheben will, entscheidet sich meist für ein Girokonto nebst Kreditkarte, mit der man kostenlos sämtliche Automaten deutschland- oder sogar weltweit nutzen kann. Für die Nutzung der Kreditkarte am Automaten fallen zwar Gebühren an, diese übernimmt aber die Bank.
Der Kreditkartenanbieter MasterCard hat nun angekündigt, die Preise für Geldabhebungen anzuheben. Wie die Tageszeitung "Die Welt" berichtet, erhöht MasterCard Mitte August die Gebühren. Künftig müssen die Banken dann 1,70 Euro statt 1,20 Euro pro Abhebung zahlen, wenn der Kunde institutsfremd Geld abhebt. Laut MasterCard entspreche man damit "dem Wunsch der Mehrheit der Marktteilnehmer nach mehr Flexibilität“.
Auf Nachfrage von WELT ONLINE haben sich mehrere Banken bereits gelassen zur Ankündigung von MasterCard gezeigt. Sowohl die 1822direkt als auch die netbank, die beide entsprechende Kontenmodelle mit Kreditkarten von MasterCard anbieten, wollen die gestiegenen Kosten nicht an die Kunden weitergeben. Die Erhöhung habe man bereits einkalkuliert, heißt es bei der netbank.
Andere Anbieter, die das kostenlose Bargeld mit Karten des Konkurrenten Visa anbieten, sind von der Erhöhung nicht betroffen. Hier liegen die Gebühren mit 1,74 Euro pro Abhebung bereits auf dem Niveau der angekündigten Erhöhung bei MasterCard. Eine Preisanhebung sei bei Visa auch kein Thema. "Wir halten Gebühren von 1,74 Euro für einen Kompromiss, mit dem alle Beteiligten am besten leben können“, sagt Ottmar Bloching, Geschäftsführer von Visa Europe, gegenüber der WELT.
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