Das Kreditkartenunternehmen MasterCard wird die von der EU kritisierten Abrechnungsgebühren vorerst nicht mehr von den Händlern, bei denen mit MasterCard bezahlt werden kann, fordern. Dies teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Die zuständige Wettbewerbskommissarin Nellie Kroes hatte MasterCard mit Bußgeldern gedroht, falls das umstrittene Gebührenmodell nicht geändert werde.
Die Aussetzung der Gebühren gilt MasterCard zufolge ab dem 21. Juni. Bei den Gebühren handelt es sich um Bankkosten (Interchange Fees), die bei jeder grenzüberschreitenden Zahlung anfallen. Diese trägt in den meisten Fällen der Einzelhändler.
Die EU-Kommission hatte keine Abschaffung der Gebühren gefordert. Das Gebührenmodell sollte lediglich angepasst werden. Wettbewerbskommissarin Kroes betonte denn auch, dass sie trotz der Aussetzung weiterhin für Vorschläge für ein wettbewerbskonformes Gebührenmodell offen sei.
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