Der Euro hat dem Dollar den Rang abgelaufen. Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) waren Ende Oktober erstmals mehr Euro- als Dollarnoten im Umlauf. Der Euro brachte es auf Scheine im Wert von 592 Mrd. Euro, der Dollar dagegen nur auf 579 Mrd. Euro.
Auch wenn noch keine jüngeren Zahlen vorliegen, so gilt es dem Bericht zufolge aus unwahrscheinlich, dass der Dollar den Vorsprung auf absehbare Zeit aufholt. Hinzu kommt, dass sie die Zone, in der der Euro als offizielles Zahlungsmittel gilt, zukünftig vergrößert. Slowenien wird ab dem 1. Januar 2007 Mitglied der Währungsunion, andere osteuropäische Staaten werden folgen.
Im Hinblick auf das Bruttoinlandsprodukt haben die US-Bürger aber immer noch die Nase vorn. 300 Millionen US-Bürger erwirtschafteten 2005 gut 10.000 Mrd. Euro, die 311 Millionen Bewohner der Euro-Zone dagegen "nur" 7.991 Mrd. Euro.
Die These, dass der Siegeszug des Euro auch mit der gestiegenen Popularität im Kriminellenmilieu zu tun habe, wies der Leiter der Abteilung Banknoten bei der EZB, Antti Heinonen, zurück. Die größte Euro-Note ist der 500-Euro-Schein. Der Dollar kann maximal in 100-Dollar-Noten gehortet werden. Da sich somit größere Beträge leichter in Euro als in Dollar vor den Behörden verbergen lassen, liegt die Vermutung nahe, dass der Euro nicht nur bei legalen Geschäften geschätzt wird.
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