Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV)
in Berlin fordert eine Reform bei der Finanzierung von
Konsumentenberatung. "Statt jedes Jahr die Mittel neu zu verteilen
oder zu kürzen, sollte die Politik endlich das bereits im
Koalitionsvertrag angekündigte Konzept vorlegen, wie unabhängige
Verbraucherberatung langfristig zu finanzieren ist", sagt
Verbandsvorstand Edda Müller in der ZEIT.
Bislang sind die Verbraucherzentralen stark auf jährliche
Zuschüsse von Bund, Ländern und Kommunen angewiesen, die jedoch oft
gekürzt wurden. Im Koalitionsvertrag vom November 2005 betonte die
Bundesregierung die Rolle der Verbraucherzentralen jedoch
ausdrücklich. Man wolle "das Modell einer Stiftungsfinanzierung
prüfen, um so ihre finanzielle Unabhängigkeit dauerhaft zu sichern".
Daran werde derzeit noch gearbeitet, teilt das Bundesministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit. Wann Ergebnisse
vorliegen, sei allerdings noch nicht abzusehen.