Durch die Festnahme von sieben Mitgliedern einer international agierenden Phishing-Gruppierung konnten Schäden in Millionenhöhe bei deutschen Online-Banking Kunden verhindert werden. Wie das Bundeskriminalamt weiter berichtet, planten die sieben Festgenommenen, in großem Umfang Gelder von Online-Konten deutscher Kreditinstitute zu erlangen, nachdem sie durch die Verbreitung von Trojanern die zum Online-Verkehr notwendigen Daten der Bankkunden abgefragt hatten.
Die "abgephishten" Geldbeträge sollten auf zahlreiche Konten bei Kreditinstituten im Rhein-Main-Gebiet und in Mittelhessen umgeleitet werden. Die so erlangten Gelder sollten dann nach Barabhebung an Hinterleute ins osteuropäische Ausland überwiesen werden. Im Rahmen der mit den Festnahmen zeitgleich durchgeführten Durchsuchungsmaßnahmen konnte umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden.
Das Bundeskriminalamt rät allen Nutzern von Online-Banking, nicht auf eine Mail zu reagieren, die vertrauliche Daten wie Kontonummer, PIN oder TAN abfragt. Zudem sollte immer ein Virenschutzprogramm sowie eine Firewall verwendet werden. Auch auf Angebote von Phishing-Gruppierungen, für eine anteilige Gebühr das eigene Konto für den Empfang und den anschließenden Transfer der illegal erworbenen Gelder an die Täter zur Verfügung zu stellen, sollte keinesfalls eingegangen werden.
BGH-Urteil: Reise-Umbuchungen bleiben teuer
Der BGH hat ein wichtiges Urteil in Sachen Reiseum...
mehr