Der grenzüberschreitende Zahlungsverkehr wird um eine weitere Abkürzung reicher. Wie der Direktor des Bundesverbandes Öffentlicher Banken (VÖB), Peter Blasche, mitteilte, haben sich mehrere europäische Banken zusammengetan, um die EAPS zu gründen. Dahinter verbirgt sich die "Euro Alliance of Payments Schemes", mit der wiederum die Banken die Vernetzung ihrer nationalen Kartenzahlungssysteme vorantreiben. Dies berichtet die Financial Times Deutschland.
Mit diesem neuen Verbund wollen sich die Banken nicht nur auf den im nächsten Jahr startenden einheitlichen europäischen Zahlungsraum (SEPA) vorbereiten. Sie wollen auch den Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard, die jeweils ein eigenes grenzüberschreitendes Kartenzahlungssystem anbieten, Konkurrenz machen.
Der neuen Allianz gehören Banken aus Spanien, Portugal, Italien, Großbritannien, Österreich und Deutschland an. Interesse besteht derzeit auch bei Betreibern nationaler Zahlungssysteme aus Luxemburg und den Niederlanden. In einem ersten Schritt soll der Einsatz einer Debitkarte grenzüberschreitend an Geldautomaten und Kartenzahlstellen der Mitgliedsunternehmen ermöglicht werden. Künftig könnte aus der Allianz aber auch ein eigenes Zahlungssystem nach dem Vorbild von Maestro oder Visas V-Pay erwachsen.
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