Neuer Schwung für die elektronische Signatur 

Der Deutsche Sparkassenverlag will ab Mitte 2007 über die Sparkassen qualifizierte Personenzertifikate anbieten, die das Trustcenter S-Trust ausstellt. Sie eignen sich für E-Government-Anwendungen wie den eService der Deutschen Rentenversicherung oder ELSTER.

Wie das Nachrichtenportal "heise online" berichtet, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine technisch einheitliche Schnittstelle entwickelt, über die künftig elektronische Signaturen etwa in Online-Angebote von Behörden leichter integriert werden können. Darüber hinaus lässt sich die Signatur aber auch für sicheres Homebanking oder zum Verschlüsseln von E-Mails nutzen.

Man benötigt zur Speicherung der Zertifikate eine Chipkarte, wie sie die Sparkassen schon millionenfach ausgegeben haben. Man erkennt sie am Aufdruck "S-Trust" auf der Rückseite. Aber auch die elektronische Gesundheitskarte und der elektronische Personalausweis sollen kompatibel sein.

Außerdem benötigt man einen Kartenleser, am besten der Klasse 3. Diese Geräte verfügen über eine eigene Tastatur und ein eigenes Display, wodurch der Signaturvorgang unabhängig vom womöglich Trojaner-verseuchten PC abläuft. Mit diesen Kartenlesern kann man dann auch per Geldkarte in Online-Shops bezahlen und diese online aufladen. Bislang kosten solche Lesegeräte jedoch etwa 80 bis 160 Euro, was die Verbreitung einschränkte.

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