Nicht überraschend: Dresdner geht an Commerzbank 

Nun ist es amtlich. Die Dresdner Bank wird von der Commerzbank übernommen. Die Allianz als Noch-Eigentümer der Dresdner Bank erhält rund 9,8 Mrd. Euro. Die neue Großbank wird mit mehr als 11 Millionen Privatkunden in Deutschland und 14 Millionen weltweit zu den Marktführern zählen. Die Zahl der Filialen der neuen Commerzbank liegt bei 1.540 und ist damit eines der dichtesten in Deutschland. Die Transaktion soll bis Ende 2009 abgeschlossen sein

Wie beide Unternehmen mitteilten, zahlt die Commerzbank 8,8 Mrd. Euro an die Allianz und überweist weitere 975 Mio. Euro für eine Risikoabdeckung spezieller Wertpapieranlagen der Dresdner Bank.

Vom Kaufpreis werden 1,6 Mrd. Euro in bar gezahlt, der Rest in Aktien. Die Fondsgesellschaft cominvest, auf die es die Allianz abgesehen hatte, ist ebenfalls Teil der Vereinbarung und wechselt für knapp 700 Mio. Euro zumindest in Teilen zur Allianz.

Im Rahmen der Fusion sollen rund 9.000 Vollzeitstellen weltweit sozialverträglich abgebaut werden. Allein in Deutschland sollen 6.500 Stellen wegfallen. Allerdings soll es bis Ende 2011 keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Die Commerzbank wird künftig über eine exklusive Vertriebskooperation Versicherungsprodukte der Allianz anbieten. Die bisherige Zusammenarbeit der Commerzbank im Versicherungsbereich mit der Generali läuft im Jahr 2010 aus. Im Bereich des Investmentbankings wird die Allianz Global Investors bevorzugter Partner der Commerzbank.

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