Das Onlinebanking ist immer noch Angriffspunkt Nummer eins bei Cyber-Piraten. Dieser Trend ist daran zu erkennen, dass besonders das Auftreten von Malware im Internet-Banking-Bereich im vergangenen Jahr stark zugenommen hat. So genannte Banker Trojaner waren 2006 an zwanzig Prozent der gesamten Trojaner-Infektionen beteiligt und damit die am häufigsten vertretene Trojaner-Art. Darauf weist der Sicherheitsdienst Panda Software hin.
Banker Trojaner sind Trojaner, die Zugangsdaten zu Online-Bank-Diensten abfangen und Informationen, die auf den entsprechenden Websites vom Nutzer eingetippt werden, wie Konto- oder Kreditkartennummer, PIN oder Passwort, stehlen. Der Programmierer der Malware, an den die Daten versendet werden, kann damit die Identität des ahnungslosen Users übernehmen und sich an seinem Konto bedienen.
Einen Einblick in die Schadfunktionen von Banking-Trojanern geben folgende zwei Beispiele: "Banker.CJA" beispielsweise leitet User bei ihrem Versuch, eine sichere Verbindung zum Online-Dienst ihrer Bank aufzubauen, auf eine manipulierte Website um, mit der Absicht ihre geheimen Login-Daten zu kopieren.
"Banker.DJH" hingegen überwacht die Benutzeraktivitäten, um User dabei zu "beobachten", wie sie ihre Bankdaten auf der rechtmäßigen Website ihrer Bank eingeben und diese wiederum mitzuprotokollieren. Außerdem entwendet er Informationen aus den E-Mail-Accounts betroffener User.