Im bayerischen Senden, nahe Neu-Ulm, ist ein Online-Banking-Kunde Opfer eines Echtzeit-Trojaners geworden. Wie die Polizeistelle Senden mitteilt, hatte der Mann online 50 Euro überwiesen. Sein aktueller Kontostand wurde nach der vorgenommenen Überweisung korrekt angezeigt. Eine Woche später stellte der Kunde jedoch fest, dass mit der verwendeten iTAN eine Überweisung in Höhe von 1891 Euro auf ein unbekanntes Konto getätigt worden war.
Trojaner füllt im Hintergrund zweites Formular aus
Die Polizei stellte fest, dass der Geschädigte auf seinem PC einen sogenannten "Echtzeittrojaner" hatte. Dieses Programm, das sich vom Nutzer völlig unbemerkt, auf dessen PC installiert, füllt im Hintergrund ein eigenes Überweisungsformular in Echtzeit aus, während auf dem Bildschirm zum Schein die vom Opfer eingegebenen Überweisungsdaten angezeigt werden. Die Überweisung wird bemerkt das Opfer erst auf dem Kontoauszug.
Online-Banking nur mit Virenschutz
Will der Geschädigte sein Geld von der Bank zurückfordern, hat er dazu überhaupt nur eine Chance, wenn der Computer gesichert gewesen ist. Nutzer von Online-Banking sollten immer eine aktuelle Anti-Virensoftware und eine so genannte Firewall installiert haben. Außerdem sollten alle Sicherheitsaktualisierungen für Windows ausgeführt werden. Diese stopfen in regelmäßigen Zeitabständen bekannt gewordene Sicherheitslücken im Betriebssystem.